Welsh Corgi Cardigan
Der Cardigan ist der ältere und ursprünglichere der beiden Corgi Rassen. Man vermutet, dass seine Vorfahren vor rund 3000 Jahren von den Kelten aus Zentraleuropa nach Wales gebracht wurden und dass er von der Teckelfamilie (Dackel, Basset) abstammt. Sein heutiges etwas verfeinertes Aussehen mit den aufrecht stehenden Ohren erhielt er durch Einkreuzung des alten Brindle Herder, der vom südlichen Ende der Cardiganshire Küste ins Innere des Landes gebracht wurde.
Der Cardigan war vor allem im Bronant-Distrikt im Herzen der hügeligen Grafschaft Cardiganshire zu Hause, wo noch viele Überreste keltischer Festungen vorhanden sind.Bis ca. 1850 war der Cardigan Corgi in diesem Gebiet die einzige Hunderasse. So war er während Jahrhunderten ein wertvoller Gehilfe der Viehbauern, wo er Haus und Hof bewachte und vor allem als Treibhund gute Dienste leistete. Neben den Bezeichnungen Corgi und Ci Sodli wurde der Cardigan manchmal auch Ci Llathiad genannt.

Diese Bezeichnung (llath = yard) spielte auf seine Länge an. Der walisische Yard war länger als der englische, d.h. ca. 1 Meter, und entspricht ungefähr der Länge des Cardigans von Schnauze bis Schwanzspitze.

Seit der englische Kennel Club 1934 den Welsh Corgi als zwei selbständige Rassen anerkannte, hat sich der Cardigan viel weniger verändert als der Pembroke, von dem er sich vor allem durch folgende Merkmale unterscheidet:

Der Cardigan ist grösser und schwerer, er hat grössere, stärker abgerundete Ohren, leicht gebogene Vorderbeine und grosse, runde, leicht nach aussen gedrehte Pfoten, und eine lange buschige Rute. Beim Cardigan kommen zusätzlich die Farben brindle und blue merle vor. Die Eigenschaften des ursprünglichen Arbeitshundes sind beim Cardigan noch weitgehend vorhanden.

Er wirkt im Vergleich zum Pembroke ruhiger und gesetzter und ist auch Fremden gegenüber zurückhaltender.Der Cardigan Corgi ist wenig anfällig für Krankheiten und hat eine hohe Lebenserwartung.

 

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Welsh Corgi Pembroke
Die Heimat des Pembroke Corgi ist die Grafschaft Pembrokeshire im Südwesten von Wales, wo er während Jahrhunderten ein unentbehrlicher Gehilfe der Viehbauern war. Seine Vorfahren gehörten zur Familie der Spitze, die vor rund 1000 Jahren eingeführt wurden. Man nimmt an, dass zuerst die Wikinger, die vom 9. bis 12. Jahrhundert die Südwestküste von Wales heimsuchten, ihre Wach- und Viehtreiberhunde (Buhund und Västgötaspets) mitbrachten. Später kamen die flämischen Weber, die 1107 von Henry I in Wales angesiedelt wurden, und auch sie nahmen vermutlich ihre Hunde mit (Schipperke und Zwergspitz/Pomeranian).
Dass der Pembroke Corgi von diesen Hunden abstammt, beweist wohl schon die Tatsache, dass der Pembroke die Anlage für Stummelrute hat, die auch beim Västgötaspets und Schipperke vorhanden ist. Vergleicht man Abbildungen des frühen Pembroke Typs mit dem Västgötaspets ist die Änlichkeit noch sehr deutlich. Seit der Pembroke Corgi 1934 vom englischen Kennel Club als selbständige Rasse anerkannt wurde, hat er sich sowohl äusserlich wie im Wesen stark verändert. Während die Pembrokes der 30'er Jahre noch sehr unterschiedlich im Typ waren, ist das Erscheinungsbild des heutigen Pembroke bedeutend einheitlicher.

Er ist viel tiefer gestellt und im Wesen ist er freundlicher und umgänglicher als früher. Der Pembroke Corgi hat eine hohe Lebenserwartung, 14 Jahre und mehr sind keine Seltenheit.

Der Pembroke unterscheidet sich vom Cardigan durch folgende Merkmale: Er ist kleiner und leichter, er hat etwas kleinere und weniger abgerundete Ohren, kleinere, ovale Pfoten und seine Vorderbeine sollen so gerade wie möglich sein. Welpen werden ab und zu mit Stummelrute oder kurzer Rute geboren, oder sie werden kupiert, was allerdings heute in mehreren europäischen Ländern, so auch in der Schweiz (seit 1. Juli 1997), aus Tierschutzgründen verboten ist. Seit dem 1. Juni 2002 ist auch der Import kupierter Pembroke Corgis verboten. Ausgenommen sind lediglich Hunde, die als Umzugsgut mit ihren Besitzern einreisen oder Hunde ausländischer Halter, die für Ferien oder andere Kurzaufenthalte vorübergehend in die Schweiz kommen.

Der Pembroke Corgi wirkt unmittelbar fröhlicher und lebhafter als der Cardigan. Er ist auch Fremden gegenüber zutraulicher.

Seit Königin Elizabeth II im Jahr 1933 einen Pembroke Welpen geschenkt bekam, haben weitere Corgis ihren Einzug am englischen Hof gehalten. Dieser Umstand verhalf dem Pembroke Corgi zu grosser Popularität in vielen Ländern, vor allem in England und Amerika.

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